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| Zeitung von Boltenhagenern für Boltenhagener und ihre Gäste |
| Nr. 10 Sonderausgabe |
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Geschichte und Geschichten, Interessantes, Kurioses, Wissenswertes und
Amüsantes aus Illustriert durch zahlreiche historische Fotos lassen die Autoren
Bekanntes und Unbekanntes aus zwei Jahrhunderten in lockerer Art
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| DOWNLOAD-Service: Alle Text-Beiträge der aktuellen Ausgabe zum Download als PDF-Datei ! |
| | Seite 2 | 212 KB |
| - Mit einem Badekarren fing alles an - Kleine Historie (Teil I) |
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| | Seite 3 | 58 KB |
| - Kleine Historie (Teil II) - "Äwer dat Afbaden" |
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| | 281 KB | |
| - Uns Fritzing - Ostseestrand in Kinderhand - Up de Seebrück |
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| | 70 KB | |
| - Brückengeschichte - Urgesteine - Strandkörbe - Mentalität |
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| | 77 KB | |
| - Sturmflut - Pastor Meyer |
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| | 61 KB | |
| - Badeeinrichtungen - J. J. Wichmann - Afrika ganz nah? |
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| | 57 KB | |
| - Erprobungsstelle Tarnewitz - Schulneubau - Den Ausweis bitte |
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| | 46 KB | |
| - Dichterluft - Ratlosigkeit - Sachsenkeller - An de See |
| Man schrieb das Jahr 1793, als Herzog Friedrich Franz I. das Ostseebad
Heiligendamm begründete. Baden in der See kam in Mode. Das nahe Doberan bot Unterkunft und ein geselliges Leben. In Boltenhagen war an solcherlei Treiben nicht zu denken. Das Leben nahm an dem unberührten wie unbekannten Fleckchen Erde seinen bäuerlichen Gang. Nur ein Jahrzehnt später sollte sich das ändern. |
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| Auf Schloss Bothmer zu Klütz ließ der Graf an einem
sommerlich warmen Junitag die Pferde einspannen. Auf dem holprigen Sommerweg
ging es nach Boltenhagen. Der gräflichen Kutsche folgte ein eigentümliches Gefährt. So etwas hatte man hier noch nicht gesehen, es war ein Badekarren. Man entschied sich für den flachen Strand am Redewischer Ufer. Ein Pferd zog den Karren bis zur Achshöhe ins Wasser. Durch den Karren mit einer Plane vor unliebsamen Beobachtern geschützt, nahm die Grafenfamilie zunächst etwas zurückhaltend, dann aber doch mutig und genüsslich das erste Bad in der Boltenhagener Bucht. Nachdenklich, die Mütze in den Nacken schiebend und den Bart kraulend, sahen einige Einheimische dem ungewohnten Treiben zu. Noch nie waren sie auch nur auf die Idee gekommen, freiwillig den großen Zeh ins Ostseewasser zu tauchen. Freilich, beim Einholen der Netze und Anlanden der Boote hatte schon mancher Bekanntschaft mit dem kühlen Nass gemacht. Doch das hier, ne, das wollte zunächst nicht in ihren Kopf. Die Grafenfamilie hingegen hatte Gefallen am Bad gefunden. So wurde der Badekarren gleich beim Schulmeister untergestellt, für das nächste Bad. |
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| Strandkörbe, Iglo, Luftmatratzen und andere Schwimmhilfen,
ein selbstverständliches Bild am sommerlichen Ostseestrand. Das war
nicht immer so. Das Mecklenburger Tagesblatt veröffentlichte am 25. August 1929 Erinnerungen eines alten Badegastes. Demnach spielte sich das Strandleben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts folgendermaßen ab: "Die Badekarren sind geräumig und bequem eingerichtet, werden von einem Pferde in die gehörige Wassertiefe gezogen, und wenn abgebadet ist (was durch das Aufziehen des Badeschirmes signalisiert wird), auf eben die Weise wieder herausgeholt. Ein solches Bad aus dem Badekarren kostet für eine einzelne Person 5 Silbergroschen, für zwei zusammen 6 Silbergroschen. Am Strande erbaute Hütten dienen dazu, die Badegäste aufzunehmen, bis an Sie die Reihe zum Baden kommt." |
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Mit der Einführung des sozialistischen Bildungswesens wurde an den
Schulen der Pädagogische Rat eingeführt, so auch in Boltenhagen.
Vorsitz: Direktor, stellv. Direktor und Parteisekretär. Ende der
50-er Jahre musste man sich in diesem Rat mit zwei "schweren Vorkommnissen"
auseinandersetzen. |
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