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| Boltenhagener
Einblicke Zeitung von Boltenhagenern für Boltenhagener und ihre Gäste |
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| Nr. 8 April-Juni 2002 |
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| Lang war er wieder einmal, der zurückliegende
Winter. Viel zu lang, wie alle Winter davor auch. Stürmisch war er, wie lange
nicht. Im Westen der Bucht und an der sich anschließenden Steilküste
haben die Stürme deutliche Spuren hinterlassen. Doch nun ist er vorbei, der Winter. Tschüss bis zum nächsten Mal. Die Sonne steigt höher, mit ihr die Temperaturen. Wir Menschen sind hungrig auf Sonne, hungrig auf Wärme, die nicht von Öfen, Heizungen oder Kaminen kommt. Der Natur geht es ebenso wie uns Menschen. Geradezu gierig nach Sonne und Wärme regen sich Bäume und Sträucher, Gräser und Pflanzen und zeigen ihr erstes Grün, die ersten Blüten. Auch in und um Boltenhagen gibt es in dieser Jahreszeit viel zu entdecken. Wälder und Wiesen locken mit saftigem Grün, mit Blütenteppichen in Weiß, Gelb und Violett. |
| bis zur 200. Badesaison im Ostseebad Boltenhagen. Es
gibt erste Ideen und Vorschläge.
Alle zur Verfügung gestellten Materialien werden sorgfältigst behandelt und als Eigentum des Leihgebers gekennzeichnet. Anfragen
an: Rosita & Heinz-G. Müller |
| Viele aus Boltenhagen und Umgebung werden sich noch erinnern:
Das Sauerkraut und die Salzgurken von der Me-Ko-Fa, später VEB Wismaria,
schmeckten am besten. Einen großen Anteil daran hatte Axel Grehn aus Tarnewitz, de Mann mit de Piep in'n Mund, de nur Platt snacken kann. | |
| Der heute 88jährige gelernte Stellmacher kam 1947 aus der Ge-fangenschaft,
fand keine Arbeit und zog als Maschinenführer für Landmaschinen für
drei Mark pro Tag von Bauer zu Bauer. Nach einer Anstellung als Stellmacher bei der BHG suchte die Me-Ko-Fa (Mecklenburger Konservenfabrik) einen Betriebshandwerker, der gleichzeitig für die Sauerkraut- und Salzgurkenproduktion zuständig war. So wurde Axel Grehn der Leiter der Rohkonserven- produktion, die er mit strenger, aber gerechter Hand leitete. | ![]() |
| Am Anfang gab es nicht viel Technik, das
Kraut und die Gurken wurden per Hand in großen Holzfässern eingelegt,
später in vier umfangreichen mit Folie ausgekleideten Zementbunkern. Unter Axels Anleitung arbeiteten von Kopf bis Fuß in Weiß gekleidete Arbeiter in den Bunkern, wobei er streng auf die hygienischen Vorschriften achtete. Aber Axel Grehn hat nie seine Rezepturen für das wohlschmeckende Kraut und die Salzgurken verraten, deshalb kommt heute auch kein anderes Produkt an diesen Geschmack heran. | |
| Gisela Günther | |
![]() Ein Beispiel dafür ist dieses Gebäude am Fritz-Reuter-Weg. | Um 1830
zählte man schon 10 Badekarren am Strand von Boltenhagen. Das Strandleben spielte sich damals vor allem vor Alt-Boltenhagen ab, also vor dem heutigen Dünenweg. Die, die sich in die Fluten stürzen wollten, wurden gegen geringe Bezahlung in den Häusern der Bauern untergebracht. Die Gäste mussten mit dem Vorlieb nehmen, was sie vorfanden. In einem alten Bericht ist zu lesen: " . . . um jene Zeit gehörten Schornsteine in den Häusern noch zu den Seltenheiten, und wenn ein Badegast gebräunt aus Boltenhagen zurückkehrte, so war schwer zu ent-scheiden, ob Rauch oder Sonne den größeren Anteil an seiner Gesichtsfarbe hatten." |
| Auch heute noch finden wir am Dünenweg architektonische Zeugen dieser Zeit, die inzwischen jedoch über all das verfügen, was man heute unter Standard oder sogar unter Komfort versteht.Schön, dass diese Häuser liebevoll gepflegt und der Nachwelt damit erhalten werden.Schön auch, wenn historische Gebäude liebevoll restauriert oder rekonstruiert werden. | |
| Ralf B. / Foto: Mc. BÖCK | |
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